Gaststätten in Burgaltendorf

Einleitung

Zum unverzichtbaren Bestandteil eines jeden Ortes gehören Gaststätten. Hier ist, neben dem Gotteshaus, Ort des Zusammenkommens, der Information, der Kommunikation. Der Genuss alkoholischer Getränke, seit Urzeiten ein beliebtes, früher zum Teil rituelles Tun, findet hier problemlos und legal statt. Auch Speisen werden hier seit je angeboten, sei es für Reisende, sei es für Heimische, die aus welchen Gründen auch immer außerhäusig speisen wollen oder müssen.
Die früheste Erwähnung einer „Herberge“, in der man sich traf um Probleme miteinander zu besprechen, ist in Burgaltendorf vom 7. Oktober 1654. Der „Hobsschultheiß“ der Essener Oberhofes Eickenscheidt wird hier zitiert

„nach Mintrups gegangen, ist eine Herberge“.

Es war der Hof Mintrop östlich der Burg. Er brannte 1967 ab; die Besitzer bauten dann das heutige „Mintrops Landhotel“, das heute auch über ein Restaurant verfügt.
Danach ist lange nicht mehr von Herbergen oder Gaststätten die Rede.
Wohl aber lesen wir in einem Inventar-Verzeichnis des Hofes Schlüter (heute Klöfers, Burgstraße 56) aus dem Jahre 1751 von allerlei Geräten, die dem Bierbrauen dienten. Dort werden aufgeführt:

1 Kupferbraukessel, 1 Braugaffel, 1 Hopfenkorb, 2 Gerstenfässer und 6 steinerne Bierkannen mit Deckel; weiter ist vom „Braukeller“ die Rede.
Es sind dann im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts einige Gaststätten entstanden, wobei  häufig nicht das genaue Jahr feststeht. Dazu gehören:
- Mintrop (1836, später Bungert, heute Höhmann) im Schwarzensteinweg 75,
- Oberste Brandenburg (von 1845) an der Kirchstraße
- „Im Rosental“ (vor 1853) an der Dumberger Straße
- „Im Stiefel“ (vor 1863, möglicherweise schon nach 1815 = Eingangsbereich klassizistischer Baustil?), Laurastraße 1
- Nieding/ Winkelhaus „Zur Burgruine“ von ca. 1866


Der Aufstieg des Bergbaus in dieser Zeit, der Zuzug von Bergleuten und das Explodieren der Einwohnerzahl (1815 = 461 Einwohner, 1896 = 3686 Einwohner) mögen dabei eine Rolle gespielt haben.

Noch vorhandene Gaststätten

Im Stiefel
Laurastraße 1

Von ca. 1860 (oder früher), Baustil der Gaststätte im „Klassizismus“ – um 1815?

In der Kundenzeitung der Werbegemeinschaft vom Juni 1982 ist erwähnt, dass der Ursprung ein bäuerliches Anwesen von etwa 1750 gewesen sei.

Besitzer/ Pächter:
Wirte: Tönshoff (1863), Kappert (mit Pferdefuhrbetrieb (Leichenwagen), Brunnen zum Tränken neben dem Haus) von …. bis 1895, dann Carl Lund von 1895 – 1898 und wieder Kappert bis 1909. Dann Johann Brauksiepe (+ 1942) und seine Witwe bis 1945.

Der Sohn Wilhelm (bis 1972) und seine Frau bis 1987, zeitweise unterstützt durch den Sohn Jochen und seine Frau. Sein Bruder Jürgen dann von mind. 1979 bis zu seinem Tod 2004, dann die Witwe Hildburg geb. Loges (kurzzeitige Verpachtung 2004).

Einrichtung:
Großer Saal: 1863 wurde im Saal der „Katholische Knappenverein Altendorf, Niederwenigern und Dumberg“ gegründet, der erste im westfälischen Bergamtsbezirk.
Theater, Operetten, Varieté, Gesellschaften, 1873 kath. Schulunterricht, 1921 kurzzeitig kath. Kindergarten. In den 1930er Jahren Wanderkino. Die „Organisation Todt“ war von 1943 bis Kriegsende mit französischen Zwangsarbeitern hier untergebracht.
Von 1944 – 1970 (?) Kino „Altendorfer Lichtspiele“. Danach zu Geschäftsräumen umgebaut. Kegelbahn, Wintergarten.


Oberste Brandenburg
("Haus Brandenburg", früher "Brambach"), Kirchstraße 67

gegründet 1845 vom Kötter Oberste Brandenburg

Besitzer/ Pächter:
Inhaber: 1899 – 1932  Johann Oberste Brandenburg und seine Witwe.
Pächter: um 1965 Josef Eggemann, 1985 - 1995 Renate Fastenrath, anschl. Fam. Wunderlich "Landgasthaus Brandenburg".
Nach Joh. Bielefeld Stammlokal der Bergleute der Zeche Steingatt (bis 1904).

Einrichtung:
Raum für 40 Personen, Biergarten

 

 

Zum Treff
Mölleneystraße 6, seit 1964

Besitzer/ Pächter:
1969 "Wicküler-Wirt" Ernst und Erni Specht
1973 "Zum Bären". Inh. Edith Veith (Ehemann Lothar auf der Rückfahrt vom Fußballspiel Wuppertaler SV – Rotweiß Essen in Velbert tödlich verunglückt)
1976 "Zum Bären", Inh. Hans-Jürgen Grawe
1979-86: "Gaststätte bei Renni", Inh. Dieter Neumann, 1985 Renate Neumann
1986-89 "so iss es", Inh. Monika und Jochen Hütt. Sie boten verschiedene Aktivitäten wie "Bayrische Wochen" oder Auftritte von "Swinging Ramses"; so brachte RTL (Peter Pionke) eine Übertragung von hier. Beide waren später zwei mal Burggrafenpaar der AKG, Monika hilft häufig bei Anita Glettenberg aus.
Erich Degenhardt von 1997 bis 2005: "Zum Treff", seither verschiedene Pächter.


Burgfreund
Burgstraße 2

Erbaut 1969 zum Abschluss der Burgsanierung, kleiner als heute, da keine übermäßige Nachfrage erwartet wurde. Anbau des westlichen Raumes wenige Jahre später.

1976 Räume für 40 – 100 Personen, 1980 für 30 – 250, 1987 für 20 – 100 Personen
im Nordostwinkel der Vorburg unter Einbeziehung des Eckturms, Kaminzimmer dort.

Besitzer/ Pächter:
Bauherr: Architekt Freund, darum „Burgfreund“. Freund hatte in diesen Jahren den Bereich der alten Höfe zwischen Burgstraße und Schwarzensteinweg bebaut.
Erster Pächter: Ehepaar Sassenhof aus Mühlheim bis Ende 1969.
1970 Besitzer Ehepaar Böckhorst aus Essen.
1971 kaufte Anton Rupret das Restaurant. Er verpachtete es von 1974 – 1979 an einen jugoslawischen Landsmann.
Ab 1979 führte es der Neffe Alois Rupret. Von 2003 bis 2008 war  es verpachtet an Bogdan und Alexander Lasica; seither führt es wieder Alois Rupret.

 

Zur schönen Aussicht
Überruhrstraße 473, Grenze zu Überruhr

 

In einem Wanderführer von 1910 heißt es:

„Der Weg führt uns zum „Vogelsang an der Windmühle“ (Ausflugsort). Dieser schöne Aussichtspunkt wird von Freunden der Natur sehr gern besucht. Im W. die Ruhr und Steele mit dem davorliegenden Eisenwerke Schottland; im N. sind die Türme von Buer zu sehen. Kein Natur- und Kunstfreund wird unbefriedigt diesen schönen Punkt verlassen.“

Besitzer/ Pächter:
ab ca. 1890 betrieben von dem 1847 geborenen Wilhelm Vogelsang und seiner Frau, sie brannten auch Schnaps im Wohn- und Gewerbehaus nebenan sowie in Rüttenscheid.
1925: Theo Vogelsang
1926/ 27 Inhaber Ludwig Mays, wirbt 1927: „Herrlichster Punkt am ganzen Ruhrstrom, geschlossene Veranda, jeden Sonntag Konzert und Tanz.“
von 1932 – 1958 Pächter Lorenz und Hildegard Stratmann. 1953 wirbt er: „Jeden Sonntag erstklassiges Konzert mit Tanzeinlagen“.
Theo war um 1930 einer der schnellsten Sprinter Deutschlands. Mit seiner Frau Ruth führte er die Gaststätte ab 1958. Er starb 1986. Seither sind seine Witwe Ruth, ihre Tochter Jutta sowie drei Enkelinnen in der Gaststätte tätig.

 

Mintrops Landhotel
Schwarzensteinweg 81

Besitzer/ Pächter:
gegründet 1969 nach Abbrand des alten Mintrops-Hofes (1967) von Wilhelm und Maria Mintrop, heute geführt von deren Tochter Maria und Harald Mintrop.
Früherer Name „Mintrops Burghotel“; eines der besten Tagungshotels in Deutschland, seit 1995 hat das Hotel ein Designer-Restaurant „Mumm“ und ein Bistro.
Schon 1654 heißt es in einer Akte: „nach Mintrups gegangen, ist eine Herberge“.

Einrichtung:
Tagungshotel. Konferenzräume mit den dafür erforderlichen Einrichtungen. Schwimmbad, Sauna. Grüner Außenbereich: Bogenschießen, Beachvolleyball, Merlinpfad, seit 2006 im August "Garten- und Genussmarkt".

Nicht mehr vorhandene Gaststätten

Holschenball "Im langen Stück" - Glettenberg

Am langen Stück
Alte Hauptstraße 70

Besitzer:
Erbaut 1900 von der Familie Ludger Glettenberg, auch Anstreicher.
Anfangs war nebenan eine Kolonialwarenhandlung (Kruppscher Konsum, 1926 Konsumverein Eintracht Essen).
1925 wirbt Ww. Glettenberg mit "Gute Speisen und Getränke, Gesellschaftszimmer, Billard".

1926: "Großes Gesellschaftszimmer mit Klavier".
1930 – 1969  Walter Glettenberg sen. und Frau,
ab 1969 Walter Glettenberg jun., nach seinem Tod 1995 seine Wwe. Anita. Die Gaststätte wurde 2013 geschlossen.

Einrichtung:
Schankraum, zus. Raum für ca. 40 Personen. Saal im 1. Stockwerk, u.a. für Radfahrer vom Radfahrverein Wanderlust. Er wurde bis zum Beginn des 2. Weltkriegs genutzt, später zu Wohnzwecken umgebaut.



Zum Bürgerkrug
Alte Hauptstraße 24, schöne Jugendstilfront

Besitzer/ Pächter:
Erbaut 1902 von der Fam. Karl Kraft (gleichz. Dachdecker) aus Steele: Kost- und Logierhaus.
Namen: 1902: "Herberge zur Heimat", 1914 "Kraftstation", 30er Jahre "Sportzentrale", ab 1948 "Zum Bürgerkrug".
1925 wirbt der Wirt mit "Restauration und Schankwirtschaft, Dach- und Schiefergeschäft"
nach Karl Kraft von 1949 - 1968 der Sohn Fritz (Freddy) mit seiner Frau Luise,
von 1968 bis Ende 1971 verpachtet an Alice Kossek und eine Frau W. Lindheim   
von 1972 – Ende 2003 Peter Goroncy und Elli geb. Kraft;
seit 2004 verpachtet an Astrid Hötzel.

2009 geschlossen und zu Wohnungen umgebaut.

Zu den drei Linden
Mölleneystraße 1 (ehem. Schulstraße 1)
von 1881 – 1998

Besitzer/ Pächter:
Theodor Griewel (mit Frau Wilhelmine geb. Lelgemann), mit Bäckerei. Nach seinem Tod 1890 heiratete die Witwe Theodor Siepmann. Der baute 1905 den südlichen Trakt an. Siepmann starb 1916, seine Frau 1930.
Das Lehrpersonal der nahen Buschschule traf sich gerne im „roten Stübchen“, einem Raum rechts vom Eingang. Die Lehrer waren auch von den Töchtern Siepmann angetan: Zwei schlossen Ehen mit den Töchtern (Priske, Gockel).
Die Tochter Toni Griewel (+ 1925) aus der ersten Ehe heiratete Heinrich Schlüter, der die Gaststätte weiterführte (1926, 1927 und 1953 genannt). Danach wurde sie an Hans Matena verpachtet (1949 – 1957). Es folgten für jeweils nur kurze Zeit zunächst Heinz Schlüter, dann die Pächter Walrabe (1958) und Schreiner.
Nächster Pächter war Theo Vonk, etwa von 1960 - 1975. Er bot im Saal jedes Wochenende Tanzvergnügen an.
1976 ist Gerd Kamps Pächter, von 1977 – Ende 1979 Hildegard Michalak. Änderung des Namens in „Metropol“.
nächster Pächter war Erich Degenhardt von ca. 1979 – 1984. Von 1990 bis Ende 1997 Erika Duesmann. Der Abriss erfolgte Anfang 1998.

Einrichtung:
Großer Saal (ca. 400 Plätze), Gesellschaftszimmer, Parkettkegelbahn.
Das Foto vom Anbau aus dem Jahre 1905 läßt den Saal nicht erkennen, doch soll er schon 1896 bestanden haben. Damals wurde er zum „Betsaal“, als die Pfarrei St. Mauritius in Niederwenigern in Altendorf einen Seelsorgbezirk mit dem Kaplan Funke einrichtete. Es gab auch eine eigene Glocke, die zu den Gottesdiensten rief. Die ferne Glocke von Niederwenigern hatte man hier nie gehört. Der Klang der eigenen Glocke lockte manchem Bewohner die Worte heraus: „Is datt nich watt Schönes?“. 1896 wurde auch die KAB des Ortes hier gegründet, die mit eigener Laienspielschar hier auch Theater spielte, bis sie 1938 von den Nazis verboten wurde.
Nach dem 2. WK führten die Ringer vom TB 1888 hier ihre Kämpfe durch.
1982 wurde im Saal ein ALDI-Markt eingerichtet.
Die Gebäude einschließlich Saal wurden 1998 abgerissen und machten einer neuen Bebauung Platz. Hier entstanden ein Altenwohnheim, Arztpraxen, ein neuer ALDI-Markt sowie die Filiale einer Bäckereikette.
Die Fußballer des SVA mussten sich um 1950 vor und nach den Spielen in der Gaststätte umkleiden und dann den Weg zum/ vom Wasserturm antreten.

 

Zum goldenen Stern
Überruhrstraße 485 (vorm. Überruhrer Straße 70) von ca. 1900 – 2000
Der Name ist von der alten Flurbezeichnung „im Sterne“ abgeleitet.

Besitzer/ Pächter:
Erbaut vom Bauer Wintermann. Im Dorf „Bedürfnisanstalt“ genannt, da das Amt zunächst den Bau wegen fehlenden Bedürfnisses (in der Nähe „Zur schönen Aussicht“ und „Zu den drei Linden“) ablehnte.
1919 kauften Johann und Gertrud Linnemann die Gaststätte.
1925 warben sie mit „Schattiger Garten, kleiner Saal“ und nennt „Vereinslokal sämtl. Sport  treibender Vereine“. Auf Johann und Gertrud folgten der Sohn Helmut und seine Frau Helmi. Nach deren Tod 1968 wurde die Gaststätte verpachtet.
Pächter waren die Eheleute Bernhard Ritter von 1968 - 1973.
Weitere Pächter waren: Eheleute Lothar Scheper (1973),
ein „Grömke“ um 1978, danach Helmut und Evi Weiß, von ca. 1981 – 1985 Paul und Ludmilla Markowski.
Nach einem kurzen Zwischenspiel unter dem Schiffskoch Heimbach aus Überruhr machten Karin und Manfred Schäfer von 1985 bis zum Abriss 2000 die Gaststätte wieder zu einer beliebten Einkehr.
Abriss 2000, ersetzt durch neue Wohnbebauung.

 

Zur Burgruine
von ca. 1866 bis 1993 (?), Abriss 2005

Erbaut vermutlich 1866 nach der Schlacht von Königsgrätz (deutsch-deutscher Krieg), darum zunächst „Zum Hause Königsgrätz“ (Quellen: J. Bielefeld und Karl Krampe);

Besitzer/ Pächter:
Nieding, dann zwei Generationen Walter Winkelhaus = „Zur Burgruine“
Kirmesplatz von 1933 - 1994
Martinsfeuer von 1958 - 2004
Wahllokal ab 1921
Eigentümer: Wilhelm Nieding (1891 – 1929). Walter Winkelhaus (sen.), hatte 1927 die Tochter Else Nieding geheiratet, ca. 1930 - 1970, Walter Winkelhaus (jun.) von 1963 - 1993 (mit Partnerin Waltraud).

Als ab 1890 die Herz-Jesu-Kirche geplant wurde, stellte der damalige Wirt Nieding dem Kirchbauverein seinen Kinderspielplatz kostenlos aus Baugrund zur Verfügung
Nach der Schließung der Gaststätte (1993) Kauf durch Geno-Volks-Bank
Saal für Lager und Verkauf der Fa. Textil-Hegler
Übrige Räume Spardaka – Geno-Volks-Bank Essen
2005/6 Bebauung durch Rewe-Markt (Eröffnung April 2006)

Einrichtung:
großer Saal (bis 1978) für Sportveranstaltungen: Ringer von TB1888, Radfahrer Wanderlust, Vereinsfeste,
vor dem 2. WK war samstags Tanz
Krönungsball der Dumberger Gänsereiterkönige am Rosenmontag, Theater, Familienfeiern, AKG, die Werbegemeinschaft veranstaltete hier Weihnachtsmärkte
Bundeskegelbahn,
Auf dem zugehörigen Platz: Kinderspielplatz, später der Unteraltendorfer Teil der Kirmes, Martinsfeuer, Sommerfeste der Werbegemeinschaft.

 

 

Restauration „Zum Bahnhof“ 

von ca. 1890 – 1970 (?), an der Kreuzung Holteyer-/ Worringstraße

Besitzer/ Pächter:
Besitzer war der Wirt Steinmann (ca. 1890 – 1935), er war Verwalter des Landwirtschaftlichen Casinos Altendorf-Ruhr
um 1950 ist ein Helmut Timmermann aus Niederwenigern Pächter
1953 ist Franz Nauber Inhaber (Mitbegründer der Bürgerschützen), er hatte nebenan auch einen Lebensmittelladen
Theo Vonk betrieb die Gaststätte vor 1960, bevor er die Gaststätte „Zu den 3 Linden“ übernahm. 
1966 heißt die Gaststätte „Zum Kastaniengrund“; Pächter ist ein J. Cavanagh. Er warb mit Stern-Bieren und bürgerlicher Küche. Letzter Pächter war Friedhelm Hanf. Heute ist das Haus Wohnhaus.

 

 

Zum Rosental

Dumberger Straße 48, von vor 1853 bis 1985

Besitzer/ Pächter:
Der Wirt Auffermann plante 1853 die Einrichtung einer Brauerei (Zeitung).
1885 August Genuit (gleichz. Bäcker, Vormund des folgenden Wilhelm Auffermann), nach 1900 Wilhelm Auffermann, 1922 – 1933 dessen Witwe, ab 1934 Wilhelm Großjung aus Horst, ab 1945 Fritz und Margret Auffermann, auch ein Onkel Johann Mühlenkamp betrieb die Gaststätte zeitweise
um 1950 ein Wagner als Pächter
dann bis 1975 Margret Auffermann
dann als Pächter die Eheleute Schunck bis 1985

Einrichtung:
Größter Saal des Ortes (heute Nutzung durch Essener Volksbühne), Kegelbahn, Kinderspielplatz
Vor dem 2. WK wurde hier jährlich das „Rosenfest“ gefeiert: In den Außenanlagen wurde alles mit Rosen geschmückt, eine Rosenkönigin wurde für ein Jahr gewählt.
Während des 3. Reiches (der Wirt Großjung zeigte sich gerne in SA-Uniform) wurden im Saal für die Schulen Propagandafilme gezeigt.
Nach dem 2. WK lebte die Tradition der Rosenkönigin in veränderter Form wieder auf: Bei einer Ballveranstaltung im Saal konnte seine Angebetene durch Kauf und Schenkung von Rosen glücklich machen. Wer um Mitternacht von den Damen die meisten Rosen vorweisen konnte, war Rosenkönigin.

 

 

Burgstübchen

am Busbahnhof, von 1967 – 1995 (?)


Besitzer/ Pächter:
Pächter: 1969 Edith Schulz 
? K. Sickelmann
? Hermann Volkwein
1984 Joachim Bellers


Knusperhäuschen
am Charlottenberg, von ca. 1950 bis ca. 1970
zwischen Eisenbahnüberweg und –unterführung

Besitzer/ Pächter:

Familie May

 

 

Hotel-Restaurant  „Zur Tanne“

Haverkamp 60, von 1959 bis ca. 1990

Besitzer/ Pächter:
Besitzer Fritz Eggemann, nach Aussage von Frau Lettau (2005) erbaut in der Erwartung, dass mit Wiederaufnahme des Bergbaus am Schacht Carl-Funke V viele Bergleute hier einkehren würden.
Es wurden auch Hotel-Zimmer angeboten (1976 Hotel garni)


Spruch im Flur:

Wo Kuolen ligget            Wo Kohlen liegen
und Eeken wasst            und Eichen wachsen
do sitt ook lü                 da sind auch Leute
die dobi passt.               die dazu passen.

verkauft an H.-J. Borgmann (mindestens ab 1979). Werbung 1988 „Essens einziges Rösti-Haus“
anschl. Unterkunft für Asylbewerber
um 1998 umgebaut als Wohnhaus

 

Bergziege

Laurastraße…, von Mai 1961 – ca. 1965

Besitzer/ Pächter:
Erna Schiefelbusch gt. „Bergziege“, „Erna-Tömm-Tömm“, groß, stattlich, unkonventionell gekleidet
Der Mann betrieb hier ein Steinmetzgeschäft.


Am Holteyer Hang
1912 - ca. 1970.
Gebaut für Steiger der Zeche Charlotte. Hier kehrten die Kohlenfuhrleute ein.

Besitzer/ Pächter:
Inhaber: Kaiser um 1960 ?
Unter dem Pächter Seuka konnten sich junge Männer und Frauen nahe kommen


Gaststätte Mintrop/ Bungert
Schwarzensteinweg (heute Höhmann),
von 1836 – 1919, anfangs auch Handel mit landwirtschaftlichem Bedarf;
ab 1878 auch Bauernhof (Erbe des Schlüter-Hofes, heute Klöfers),
Von 1866 – 1900 einziges Wahllokal im Ort.
Im Saal von 1847 – 1858 kath. Schulunterricht.
1919 Kauf durch die Fam. Höhmann, Bauernhof.

Besitzer:

1843 – ca. 1855 Theodor Mintrop
1855 – 1919 Wilhelm Bungert (ab ? seine Witwe)


Treffpunkt
Kohlenstraße … (Hochhaus) von ca. 1969 – ca. 1980

Besitzer/ Pächter:
Inhaber: 1969 Paul und Irmgard Wenske, ein „Kobus“ ?
anschl. Willi und Heidi


Hier wurden auch Gäste bewirtet

Im alten Schleusenwärterhaus an der Horster Schleuse bekamen die Aakenkerls während des Wartens auf das Schleusen Bier und Schnaps.


Hagemanns Kotten
östlich der Holteyer Straße, ab ca. 1780, um 1932 abgerissen

Besitzer/ Pächter:
Stoßberg Wilhelm 1882, Stoßberg Hugo (1883 – 1885), Stoßberg Hermann ? seine Tochter Bernhardine (* 1872, + 1955) oo den Betriebsführer Tiemann (In den Höfen)

Hier verkehrten zum Teil die Aakenkärls (Besatzung der Ruhrschiffe), da der Platz im Schleusenhaus beengt war.

Stand: Januar 2015