Steinbrüche

Von einer großen Zahl von Steinbrüchen, die es in unserem Dorf gab, sei hier besonders der Steinbruch „Christinenruhe“ genannt.

Durch Felssprengungen im Zuge des Eisenbahnbaues der Bergisch-Märkischen Eisenbahn 1874 in der Holtey war festgestellt worden, dass hier hochwertiger Ruhrsandstein vorhanden war.
So kam es zur Gründung eines Steinbruchunternehmens namens „Christinenruhe“. Der abgebaute Stein wurde der Bahn als Schotter für ihren Streckenbau verkauft. Er gehörte anfangs einem Leibold und anderen. In diesem Unternehmen gingen noch zwei weitere kleine Steinbrüche auf, die ebenfalls in der Holtey Steine gebrochen hatten.
1917 kaufte der Gutsbesitzer Schulte-Holtey den Steinbruch.
Es waren zeitweise bis zu 300 Steinbrucharbeiter hier tätig. Ein großer Teil kam aus Italien. Ein Teil ihrer Nachkommen lebt noch heute hier im Dorf.
Die Italiener hatten eine eigene Werkskantine und wurden von einer „Mama“ bekocht.
1927 wurde der Steinbruch geschlossen.
Die Zeche Theodor nutzte ihn, um ihr Bergematerial (nutzloses Gestein) abzukippen. Nach der Schließung von Theodor wurde der verfüllte Steinbruch mit Mutterboden bedeckt und begrünt.



Steinbrucharbeiter im Steinbruch Christinenruhe um 1925

Einen weiteren Steinbruch betrieb die Ziegelei „Mintrop & Comp.“ an der unteren Burgstraße nahe dem Vereinsheim der Rudergesellschaft Linden-Dahlhausen.

Im Zuge des Baues der Herz-Jesu-Kirche um 1900 wurden Steine aus folgenden Brüchen gewonnen: Anschott (Lauraberg / Deipenbecke), Schlimmer (Worringsiepen) und Siepmann (Deipenbecktal / Mölleneystr).