Ruhrtaler Apparatebau und Schweißwerke Willi Bach & Co.

Das Unternehmen wurde Ende der 20er / Anfang 30er Jahre von Eugen Stern (ca. *1907-08), Ingenieur aus Essen gegründet. Eugen Stern hatte jüdische Wurzeln.

Die Firma war spezialisiert auf die Herstellung von Produkten für den Bergbau und hielt verschiedene Patente, u.a. für Wetterlutten. Nach Beginn der Bergbau-Krise wurde auch für die chem. Industrie gearbeitet, z.B. „Kupol-Öfen“ für die Herstellung von Grauguss, Rohrleitungen für Wasser, Gas und Bohrinseln hergestellt. Die Kunden kamen aus Gevelsberg, Velbert und dem Ausland (Hoogofens, Holland), Indien (Rurkela).

Willi Bach, *1912, Kaufmann, war zunächst Prokurist bei Stern. Stern verkaufte ihm die Firma mit Beginn der Nazi-Zeit.

Stern emigrierte 1933 nach der Machtübernahme durch die NSDAP in die USA, Philadelphia. Dort baute er sich eine neue Existenz auf.

Seine Frau und Tochter blieben zunächst in Essen. Bach verhalf ihnen nach der Reichskristallnacht (November 1938) über Amsterdam mit dem Schiff nach den USA.
Es gab zwischen den Familien einen steten Briefverkehr. Nach dem Krieg sandte Stern an die Bachs „Care-Pakete“.

Unglücksfälle in der Familie Bach (der Tod zweier Töchter) nahmen dem Vater den unternehmerischen Elan.

1968 übernahm die Firma Buchloh die Anlagen.
Seit 1999 die Firma nach Wattenscheid verlegt wurde steht das Firmengelände leer.

Gelände der Firma Buchloh, 2006