Kirchen in Burgaltendorf

St. Mauritius in Niederwenigern

Die längste Zeit seiner Geschichte mussten die Christen Burgaltendorfs die St. Mauritius-Kirche in Niederwenigern besuchen.
Diese Kirche wird erstmals 1147 erwähnt; sie bestand damals schon. Die Sage berichtet, dass der hl. Ludger (um 800) gerne hierher kam, weil es eine kleine Kapelle mit einem Bild der Mutter Gottes gab, vor dem er gerne betete.
Als man um 1860 die alte kleine Kirche abriss, ließ man den romanischen Turm stehen. An ihn wurde eine neue Kirche im gotischen Stil angebaut, die wegen ihrer Größe "Dom" genannt wurde.
Die Größe war jedoch berechtigt, da neben den Niederweniger und Altendorfer Christen auch die aus Dumberg, aus Byfang, aus Teilen Kupferdrehs und auch von (Bochum-) Linden und Dahlhausen zum Kirchspiel gehörten.

Der Reformation schlossen sich viele Christen aus Linden und Dahlhausen an, die die dortige Kapelle nutzten.
Im Rest des Kirchspiels jedoch war die Zahl der Evangelischen verschwindend gering – auch in Burgaltendorf. Und das blieb lange so.
In Niederwenigern baute man im 18. Jh. ein kleines, turmloses Gotteshaus, in welches auch die Evangelischen aus Burgaltendorf gingen. Das galt auch noch, als 1875 die neue evangelische Kirche dort gebaut wurde.

Die Herz-Jesu-Kirche


1890 bildete sich in Burgaltendorf ein Kirchenbauverein, dem die Niederweniger Katholiken ablehnend gegenüber standen.
Doch 1898 wurde der Grundstein gelegt, und 1900 konnte die Kirche eingeweiht werden – noch ohne Turm.
Die offizielle „Abpfarrung“ von Niederwenigern erfolgte am 28.09.1902.
Nachdem auch Geld für den ersten der beiden geplanten Türme vorhanden war und dieser gebaut wurde, ließen Bergschäden ihn nach wenigen Jahren 30 cm einsacken – wundersamer weise stürzte er nicht um. Doch auf den zweiten Turm musste nun verzichtet werden.

Seit 1990 ist die aus Ruhrsandstein im romanischem Stil erbaute dreischiffige Basilika als denkmalgeschütztes Baudenkmal auf der Liste des Landes NRW mit der Nummer 649 eingetragen.
2004 wurde im Zuge der kirchlichen Neuorganisation aus der Herz-Jesu-Pfarrkirche eine Gemeindekirche.

Im Jahr 2008 wurde die Pfarrei Herz Jesu aufgelöst und bildet nun mit den Nachbargemeinden als „Gemeinschaft von Gemeinden“ die neue Pfarrei St. Josef –Ruhrhalbinsel

Seit August 2014 wird die Kirche dank einer privaten Sponsoreninitiative in der Nacht von Scheinwerfern angestrahlt.

Die evangelischen Kirchen
Erst 1953 wurde eine kleine evangelische Kirche in der Straße „Auf dem Loh“ gebaut. Mit der steigenden Zahl der Kirchenmitglieder wurde sie in den 1980er Jahren zu klein: Die Gemeinde baute nun das heutige „Jesus lebt-Zentrum“. Es bietet einem regen Gemeindeleben eine Fülle praktischer Räumlichkeiten. Besonders beeindruckend die von der Burgaltendorfer Künstlerin Erika Steinbeck gestalteten Glasfenster.

2008 betrug die Zahl der Katholiken 4896, die der Protestanten 2540.

Neuapostolische Kirche
Für neuapostolischen Christen wurde 1962 in der Holteyer Straße 70 ein Kirchengebäude errichtet. Seit 2009 steht es zum Verkauf. Seitdem wird die Kirche in Überruhr mit genutzt.