Schulen in Burgaltendorf

Heute gibt es in Burgaltendorf ein Schulzentrum an der Alten Hauptstraße bestehend aus
- einer Grundschule an der Alten Hauptstraße 50 (mit einer Dependance in der Holteyer Straße 25).
- der Comenius-Schule (Städtische Förderschule mit einem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung).

Schulzentrum an der Alten Hauptstraße 50

 1. Schulzentrum Alte Hauptstraße


Es wurde 1970 als Gemein-schafts-Grund- und Haupt-schule errichtet.
Seit 1981 ist hier nur noch die Grundschule, da nicht genug Anmeldungen zur Hauptschule erfolgten. Die Schule ist dreizügig und es gibt zudem eine Ganztags-betreuung im Offenen Ganztag und 8-1 Betreuung.
    
1984 zog die Comeniusschule von der Buschschule (Mölleneystraße) ins Schulzentrum.

Die Räume dieser Schulen werden auch genutzt für:
- Malkurse und -Ausstellungen
- von Musikgruppen und Chören für ihre Proben
- vom Heimat- und Burgverein für Vorträge und Ausstellungen
- von den Bürgerschützen, die hier einen Schießstand haben
- von der Schachgruppe der AWO
- vom DRK für Blutspenden

- Wahlen

Seit 1985 gibt es die Comeniushalle, welche für Schul- und Vereinssport, für kulturelle Veranstaltungen und für  Vereinsfeste zur Verfügung genutzt wird.

Schule an der Holteyer Straße 25, ca. 1970

2. Dependance der Grundschule in der Holteyer Straße (einst: "Neue Burgschule")


Sie wurde 1957 als Ersatz für die hinfällige alte "Burgschule"  als katholische Volksschule errichtet.
1962 entstand eine Turnhalle mit Lehrschwimmbecken neben der Schule (hier hatte vorher eine Turnhalle des TVE bestanden) und eine Außensportanlage.
Von 1968 – 1970 war die Schule Gemeinschaftshauptschule.
Seit 1970 ist sie Teil der Grundschule.

Evangelische Volksschule

3. Evangelische Volksschule Kohlenstraße 1


1899 wurde sie als Ersatz für das kleine Schulgebäude im Rosental errichtet. Sie hatte zwei Klassen-

räume. Nach dem 2. Weltkrieg erhielt sie zwei zusätzliche Räume.
Ab 1968 gehörte sie zur Gemeinschaftsgrundschule; 1969 erfolgte ihr Abriss.

 4. Katholische "Buschschule" Mölleneystraße


1876 wurde sie als "System II" der kath. Volksschule Burg eingerichtet. Anfangs bestand nur der östliche Flügel mit einem Klassenraum und einer Lehrerinnen-Wohnung.
Ab 1894 wurde die Wohnung als Klassenraum genutzt.
1902 wurden westlich vier zusätzliche Räume angebaut.
Bis 1968 war sie kath. Volksschule (Ausnahme: In der Nazizeit war sie Gemeinschaftsschule).
Von 1968 bis 1970 war sie Teil der Gemeinschafts-Grund- und Hauptschule.
Nach einem Umbau beherbergte sie von 1972 bis 1984 die Comenius-Schule.
Nach erneutem Umbau ist hier seit 1986 eine KITA der Stadt mit Hort.

Burgschule auf dem Gelände der Vorburg

5. Katholische Burgschule

 

Sie wurde 1858 ge-

baut aus den Steinen der Burg in der Nordwest-Ecke der Vorburg. Es war eine katholische Volksschule, geteilt in Jungen- und Mädchenschule.

Schülerzahlen der Katholiken Burgaltendorfs:
1813    97

1860    250

1870    350            
1876    380

1890    500
1872 musste wegen der gestiegenen Schülerzahlen an der Burgschule eine zweite Etage aus Fachwerk errichtet werden.
Toiletten: Trocken-Klos außerhalb in Holzbaracken (heute Standort Burgfreund).

1959 wurde die Burgschule wegen Baufälligkeit aufgegeben. Es folgte der Umzug in die "neue Burgschule" in der Holteyer Straße.
Die alte Burgschule wurde 1961 abgebrochen durch eine Brandschutzübung der Freiwilligen Feuerwehr.

6. Katholischer Unterricht in der Gaststätte im Schwarzensteinweg

 

Es gab seit mindestens 1600 Unterricht am Kirchspielsort Niederwenigern (St. Mauritius) durch den dortigen Vikar oder Küster. Es gab in diesem Kirchspiel, zu dem auch Altendorf gehörte, fast ausschließlich katholische Christen.
Um 1800 kamen die meisten Schulkinder aus Altendorf. Seither gab es Bemühungen der Altendorfer, katholischen Schulunterricht in Altendorf einzurichten. Die Regierung und Kirchengemeinde Niederwenigern waren dagegen, unter anderem weil der dortige Lehrer dann des größten Teiles seines Schulgeldes verlustig geworden wäre.

Ab ca. 1810 gab es in Altendorf Privatunterricht durch einen Herrn Claes "nach den Methoden Pestalozzis und Overbergs".

Steigende Schülerzahlen führten dann 1847 endlich zum Erfolg: Katholischer  Unterricht wurde erteilt im Saale des Gastwirts Theodor Mintrop im Schwarzensteinweg.
Damals besuchten 144 Kinder den Unterricht.

1858 war die Burgschule fertig gestellt, der Unterricht wurde nach dort verlagert.

7. Evangelische Schule im Rosental


Sie wurde 1829 erbaut aus den Steinen der Burg. Herr Sombart zu Bruch, Eigentümer der Burg, erlaubte "Steine - nicht vom hohen Turm" für das Fundament zu nehmen. Der Bau wurde unterstützt durch die Knappschaftskasse Bochum. Es war die "evangelische Schule Niederwenigern" – für die evangelischen Kinder des Kirchspiels Niederwenigern.
Schon 1820 hatte es für die evangelischen Kinder Unterricht "über dem Backhaus eines Kötters" gegeben. Es gehörte zum Anwesen des Steigers Vondram im Haverkamp, dem früheren Diekmanns-Hof. In diese Schule gingen 1827 auch 60 katholische Kinder aus Burgaltendorf.
1881 besuchten die Schule im Rosental 141 Schüler.
1899 erfolgte der Umzug in die neue evangelische Schule in der Kohlenstraße 1.
In der alten kleinen Schule im Rosental wurde eine Stellmacherei durch den Stellmacher Wörmann eingerichtet.

Später wurde das Gebäude von einer Autowerkstatt genutzt. Das Gebäude wurde im Juli 2016 abgerissen.