Zeche Altendorfer Tiefbau

Die Zeche Altendorfer Tiefbau entstand 1855 durch Kauf und Vereinigung der Felder folgender alter Stollen- und Haspelbergwerke unterhalb der Himmelsfürster Erbstollensohle:
    ver. Mühlheimerglück,
    ver. Altendorfer Erbstolln & Große Varstbank
    ver. Preußische Adler
    Catharina
    ver. Neue Sackberg & Schrutenberend
    Alte Sackberg
    ver. Alte Sackberg & Geitling
    Neue Aproche
    Polen
    Alte Aproche
    Dreieinigkeit


Diese Bergwerke haben dann z. T. noch bis zu acht Jahrzehnte in ihren Feldern oberhalb der Erbstollensohle abgebaut.
1855 wurden auch Felder und Anlagen der Zeche „Altendorfer Mulde“ übernommen. Hier hatte man 1845 den tonnlägigen Schacht „Rochussen“ abgeteuft. Diese Anlage wurde später „Altendorf nördliche Mulde“ genannt. Es gab Bruchstein-Schacht- und Maschinengebäude. Bis 1884 wurde der Schacht in eine Tiefe von 449 m getrieben (5. Sohle). 1899 musste der Schacht stillgelegt werden.
1867 übernahm Altendorf Tiefbau die Felder und Anlagen der Zeche „Kandanghauer“ (sie firmierte zeitweise auch unter dem Namen „Gelria“. Diese hatte 1856 mit dem Abteufen des Schachtes „Willm“ begonnen. Er war seiger und besaß eine „Fahrkunst“. Wie Rochussen hatte der Schacht Bruchstein-Schacht- und Maschinengebäude.
Hier fanden 1865 die ersten Versuche mit Pressluft-Bohrhämmern statt. Bis 1889 wurde eine 6. Sohle in 531 m Tiefe erreicht. 1896 ging der Schacht unterhalb der 3. Sohle zu Bruch und wurde bis dort verfüllt. 1907 wurde er außer Betrieb gesetzt.
Ab 1896 teufte Altendorf Tiefbau einen weiteren Schacht (Schacht 2 genannt) wenige Meter südöstlich des Schachtes Willm ab. Beide Schächte mit ihren Anlagen bildeten die „südliche Mulde“. Förderbeginn im Schacht 2 war 1902, bis 1912 wurde eine 7. Sohle in 671 m Tiefe erreicht.
1914 stellte Altendorf Tiefbau seine Förderung ein.
Der Schacht 2 wurde ab 1957 wieder gesümpft und repariert und als „Schacht Carl Funke V“ im Verbund Carl-Funke – Pörtingssiepen - Dahlhauser Tiefbau genutzt. Gefördert wurde nicht zu Tage, sondern von der 5. Sohle wurde die Kohle nach Carl Funke gefahren und dort gefördert.