Zeche Steingatt

Das Datum der Verleihung der Zeche Steingatt ist unbekannt. Im Jahr 1702 wird die Zeche erstmalig urkundlich erwähnt. Die Zeche hieß anfangs Wiesenbank, später Steingatt / Christina, Ende des 19. Jahrhunderts dann Steingatt & Sandbank.
Um 1750 wird in den Feldern von Wiesenbank ein Schacht mittels „Feuersetzen“ niedergebracht. Das war eine alte, mühsame Form des Felsbrechens. Die vielen Bergbauexperten, die um diese Zeit auf Drängen von Friedrich dem Großen zur Ruhr kamen, hatten sie vermutlich mitgebracht. Hier wurde sie letztmalig im Ruhrrevier angewandt.
Zu dieser Zeit gab es auf der Heimannsfeld Wiese (Byfang) eine Rosskunst zur Wasserhebung.
Schon vor 1813 wurde der Glückauf Erbstollen betrieben, der zur tiefen Entwässerung des Altendorfer Reviers diente und durch den ab 1833 die Kohle zur Prinz-Wilhelm-Bahn gefördert wurde. Auf der Ruhrhalbinsel wurde ein Schacht abgeteuft. Um 1850 wurde der Schacht Laura errichtet, mit dem man die Zeit des Tiefbaus einläutete.
Die Zeche betrieb eine Pferdebahn zu einer Kohleniederlage an der Ruhr; später konnte der Transport über die Prinz-Wilhelm-Bahn abgewickelt werden.
Ein langes schmales Feldesteil von Steingatt reichte weit in die Felder von Altendorf Tiefbau. Die Zechen einigten sich über einen Feldestausch.
1886 wurde die Förderung durch den Glückauf Erbstollen aufgegeben. Man hatte einen Förderstollen aufgefahren, der im Bereich der heutigen Straße „Steingatt“ austrat. Hier wurde die Kohle verarbeitet und auf Eisenbahnwaggons verladen. Es war ein Verbindungsgleis zum Bahnhof Kupferdreh angelegt worden. Er dient heute als Wanderweg, parallel zur Straße Deipenbecktal.
Zwischen 1879 und 1880 wurden die beiden Zechen Ver. Henriette und Sandbank übernommen, in 1895 die Zeche Prinz Wilhelm. Die Förderung erfolgte seit dem über die Schächte Laura, Henriette und Sandbank.
Im Jahr 1903 wurde die Zeche stillgelegt.
Um 1900 war bei 718 Beschäftigten die Höchstförderung von etwas mehr als 130.000 t.
Das Grubenfeld kam nach einer Wiederaufnahme als Zeche Prinz Wilhelm –Steingatt  an diese. Sie wurde im Jahr 1929 von der Zeche Heinrich gekauft und mit Charlotte zu ver. Charlotte – Steingatt – Prinz-Wilhelm umbenannt.
1934, mit der Gründung der Anlage Theodor in Burgaltendorf, kamen die Felder an diese.
Bis zur Schließung von Heinrich 1968 wurde dann noch in der Feldern von Steingatt Kohle abgebaut.