Die Vereinsgeschichte

Der Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V. wurde im Juni 1950 als "Heimat- und Verkehrsverein Altendorf-Ruhr" gegründet. Von jeher waren die Erhaltung der Burgruine und die Erforschung ihrer Geschichte Ziele des Vereins. Daneben traten anfangs die Brauchtumspflege und die Erhaltung der heimischen plattdeutschen Sprache.

 

Erster Vorsitzender wurde Erich Glettenberg, der den Verein bis 1984 leitete. Einer seiner Verdienste war die Initiierung der Burgsanierung in den 60er Jahren. 1981 wurde erstmals von den Burgaltendorfer Vereinen an der Burg ein Stadtteilfest, das "Burgfest" durchgeführt. Die Koordination und Organisation liegt seither beim Heimat- und Burgverein. Die übrigen Vereine betreuen Essens- und Getränke-Stände und tragen zur Gestaltung des Programms bei. Anfangs jährlich durchgeführt, wird es seit Mitte der 90er Jahre alle zwei Jahre, und zwar in den ungeraden Jahren ausgerichtet. Datum ist in der Regel das erste Juni-Wochenende.

Auf Erich Glettenberg folgte 1984 der Architekt Reiner Grieger. Unter ihm nahm der Verein einen weiteren Aufschwung. Viele Initiativen und Aktivitäten sind seiner Dynamik zu verdanken. Von 1990 bis 2000 brachte der Verein drei Bände zur Geschichte des Stadtteils heraus, 1990 "Die Burg Altendorf", 1994 "Burgaltendorf – 100 Jahre in Bildern" und 2000 "Burgaltendorf – Bauerschaft und Bergrevier". Die Gestaltung lag in den Händen von Rudi Reene, der den Büchern ein professionelles Outfit verlieh.

Vortragsabende zu Heimat bezogenen Themen in Frühjahr und Herbst wurden eingeführt.


Innerhalb des Vereins wurde 1984 von Alfons Hellersberg und Gerd Ilmisch die Wandergruppe gebildet, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Hans Köstering (als erster Wanderführer) und danach viele nachfolgende Wanderführer ließen sich beim Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) ausbilden und bieten seither präzise ausgearbeitete und vorbereitete Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung an.
In den vergangenen 30 Jahren wurden von ca. 31.000 Wanderungsteilnehmern ca. 400.000 Kilometer zurück gelegt (1987 - 2014).

Zum Ehrenvorsitzenden des HBV wurde 1997 Werner Streicher ernannt.

In 2000 wurde Dieter Bonnekamp zum ersten Vorsitzenden gewählt. Er ergänzte das Angebot des Vereins um Führungen und Aktivitäten zur Stadtteil-Historie. Dazu gehören Burg-, Bergbau-, Höfe-, Kirchen- Sagen- und Ruhr-Führungen sowie kulturelle Veranstaltungen in und an der Burg selbst. Auch die Tradition der Frühjahrs- und Herbstvorträge wird fortgesetzt.


2005 wurden in Burgaltendorf "Denkmalpfade" ausgearbeitet, die in einem "Denkmal-Führer Essen-Burgaltendorf" mit kleiner Wanderkarte dokumentiert sind. Im Ort selbst wurden und werden  geschichtlich interessante Gebäude oder Objekte durch Denkmal-Logos gekennzeichnet. Besondere wetterfeste Denkmal-Tafeln mit Texten und Bildern  werden an Gebäuden von besonderer historischer Bedeutung angebracht.

 

Im Oktober 2005 wurde ein neues 8-seitiges Heftchen "Die Burg Altendorf" fertig gestellt.  Es enthält eine kurze Geschichte der Burg und wird bei Führungen und Veranstaltungen gegen eine kleine Spende abgegeben.


Seit 2007 bietet der Verein in den Sommermonaten "Texte & Töne im Turm" an. Das ist eine Veranstaltungsreihe mit musikalischen und literarischen Darbietungen, in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung „Die kleine Bücherwelt“ und dem Freien Deutschen Autorenverband FDA.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 betreute der Verein auf der Vorburg ein sog. "Schachtzeichen" (= Aufstellung, Bespielung und Bewachung eines gelben Gas-Ballons zur Kennzeichnung von Stellen ehemaligen Kohleabbaus im Ruhrgebiet). Auch beim Stillleben auf der A 40 war der HBV mit zwei Gruppen vertreten. Höhepunkt war allerdings im Herbst des Jahres ein zweitägiges Mittelalterfest rund um die Burg unter dem Motto "Menschen & Märchen in mächtigen Mauern".

Von 2001 bis 2004 hat der Heimat- und Burgverein nach dem Modell des "Essener Konsens" eine erneut notwendige Sanierung der Burg durchgeführt. Dazu wurden arbeitslose Bauhandwerker eingestellt und spezielle Arbeiten an Fachfirmen vergeben. Als die Arbeiten aus finanziellen Gründen in 2006 eingestellt wurden, blieb leider einiges Notwendige noch liegen. Witterungsschäden an der Aussichtsplattform wurden im Frühjahr 2011 ausgebessert, zum Herbst 2011 wurden zusätzlich Mauerrisse an den Zinnen und an der  Nordwand des Turms vermörtelt und gegen weiteren Verfall gesichert.

Seit dem 24.05.2016 ist Rolf Siepmann 1. Vorsitzender des Heimat- und Burgvereins. Er löst nach 16 Jahren erfolgreicher Vereins- und Stadtteilarbeit Dieter Bonnekamp ab.