Die historische Burg- und Schlossanlage Altendorf
Der Wohnturm der mittelalterlichen Burg des Ritters Wennemar de Aldendorpe ist um 1300 dreigeschossig, besitzt schon den außenliegenden runden Treppenturm – und ist weithin sichtbar weiß gekälkt. Zum Schutz sind der Turm und die kleine Vorburg mit Wohn- und Nutzgebäuden mit damals bei solchen Wohnsitzen des niederen Adels üblichen Holzpalisaden umgeben. Der umgebende Graben war trocken, war also kein Wassergraben.
Das Schloss um 1600 von Arnold von Vittinghof-Schell zeichnet sich durch wehrhafte steinerne Ringmauern sowie durch eine Vielzahl fester Bauten aus. Der jetzt fünfgeschossige Burgturm mit seiner hohen Schieferkuppel ist mit einem repräsentativen Vorbau versehen. Dekorelemente und Schmuckfassaden entsprechen dem Zeitgeschmack. Infolge der herbstlichen Jahreszeit ist der Burggraben morastig-sumpfig.
Die letzten adeligen Bewohner verließen das Schloss gegen 1750. Ab 1850 wurde die heruntergekommene Anlage von zwei reichen Bauern gekauft und zum Teil abgebrochen, die Steine wurden als Baumaterial im Dorf verkauft. Auf der Vorburg wurde 1859 die Dorfschule errichtet, die gut 100 Jahre genutzt wurde. Mitte der 1960er Jahre begannen die Restaurierungen zum Erhalt von Turm und Mauern – und ihre Erforschung.
Gefördert vom Heimatförderprogramm NRW und der Bezirksvertretung VIII Ruhrhalbinsel der Stadt Essen ; HBV/R.Siepmann, 04/2026;
